Um die Behandlung funktioneller oder ästhetischer Fehlentwicklungen im Kieferbereich umfassend vorbereiten und planen zu können, bedienen sich Kieferorthopäden und Kieferchirurgen bekanntlich solcher Diagnose- und Planungsverfahren, die auf der Auswertung und Modifikation von Bildinformationen beruhen.
Dabei kann es sich bei den Bildvorlagen um verschiedene Röntgenaufnahmen, Gesichtsfotos und Abbildungen von Abdruckmodellen handeln.
Der Auswerteablauf reduziert sich meist auf das Auffinden und Lokalisieren kephalometrischer Bezugspunkte im Bild, aus deren Positionen charakteristische Auswertegrößen wie Winkel, Strecken, Verhältnisse oder Flächeninhalte berechnet und für die Planung eines geeigneten Behandlungsablaufes herangezogen werden.
Während die Auswertung früher mit Bleistift, Zirkel und Lineal am Bild selbst erfolgte, ist heute die Arbeit mit digital aufgezeichneten Bildern Stand der Technik. Mit Hilfe leistungsfähiger Computerprogramme lassen sich die erforderlichen Arbeitsschritte nicht nur schneller und genauer durchführen, mit den Möglichkeiten der modernen Rechentechnik werden speziell im Bereich Kommunikation und Behandlungssimulation auch erweiterte oder gänzlich neue Verfahren anwendbar.
Trotz aller Vorteile der rechnergestützte Arbeitsweise bildet die beim Lokalisieren der Bezugspunkte oder auch beim Segmentieren von knöchernen und Weichteilgeweberegionen oft pixelgenau erforderliche Dateneingabe mit der Maus eine Schwachstelle dieser Methodik.
Die Windows-Software Onyx Ceph® der Firma Image Instruments wurde speziell für die Aufgaben visuelle Diagnostik, Behandlungs-simulation, Weichteilprognostik, Kommunikation, Präsentation, Dokumentation sowie Aus- und Weiterbildung in Kieferorthopädie und Kieferchirurgie entwickelt. Durch den Einsatz eines Cintiq™ Interactive Pen Displays von Wacom wird es möglich, alle im Auswerteprozess erforderlichen Eingabefunktionen mit Hilfe des Cintiq™-Stiftes in einer Art vorzunehmen, die die ergonomischen Vorteile der traditionellen Arbeitsweise mir denen der digitalen Umsetzung vereint. Damit ist der gesamte Auswerteablauf nicht nur wesentlich benutzerfreundlicher realisierbar, sondern wegen der besseren Handhabbarkeit des Stiftes im Vergleich zur Maus auch schneller und genauer.
Die Bearbeitungs- und Darstellungsoptionen von Onyx Ceph® wurden für den Einsatz in Verbindung mit dem Cintiq™ Display optimiert, ohne dabei die Möglichkeit einer alternativen oder ergänzenden Benutzung von Computermaus und Tastatur einzuschränken.
Die in Kooperation von Image Instruments und Wacom-Europe entwickelte Lösung soll die Akzeptanz der digitalen Kephalometrie an Universitäten, Kliniken und Praxen positiv beeinflussen und damit einen wichtigen Beitrag zu einem effizienteren Behandlungsablauf leisten, letztlich zum Nutzen der Patienten.
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